Planten un Blomen.

Wenn man nun glaubt, es gibt in der Stadt selbst nichts anderes zu sehen als die vielen Gebäude und mitten drin die Alster, so hat man sich schwer getäuscht, denn mitten im Häusermeer ist wieder ein Park, es ist "Planten un Blomen" (Hochdeutsch: Pflanzen und Blumen).
Planten un Blomen war früher der Zoologische Garten. Er wurde 1861 von Ernst Merck gegründet.(Auf dem Messegelände von Planten un Blomen gibt es eine Halle die nach ihm benannt wurde, die "Ernst Merck Halle"). Später führte Alfred Edm. Brehm, der Verfasser des Werkes "Brehms Tierleben",als Direktor den Zoo. 1935 wurde aus dem Zoo "Planten un Blomen".
Wunderschön angelegte Wasserterrassen, mit Goldfischen und Seerosen, führen zum See hinunter, den es schon zur Zeit des Zoo`s gab. Da hatte er auch eine Fontäne, die bei besonderen Anlässen, abends beleuchtet wurde. Heute sind dort die herrlichen Wasserspiele, die auch abends mit vielen bunten Scheinwerfern, die unter dem Wasser liegen, beleuchtet werden. Dieses nennt man die "Wasserlichtorgel", weil die Wasserfontänen aussehen wie Orgelpfeifen. Über Lautsprecher wird synchron zu den Fontänen und dem Licht Musik gespielt, es hört sich dann an, als spiele die Wasserorgel die Musik selbst. Wasserlichtkonzerte von Mai bis August jeden Abend um 22 Uhr im September um 21 Uhr.

Wasserorgel Wasserlichtorgel
Die Wasserlichtorgel mit Philipsturm am Tage und Abends

Der See wird im Winter geleert, dann werden Rohre dicht nebeneinander gelegt. Wenn dies fertig ist, wird wieder ein wenig Wasser, so daß die Rohre gerade bedeckt sind, hineingelassen. Dann erzeugt man Kälte die durch die Rohre geschickt wird, das Wasser gefriert und es entsteht eine künstliche Eisfläche. Es ist eine Freude, bei schönem Wetter und mit Musik , hier Schlittschuh zu laufen.(Heute wird es nicht mehr so gemacht, es gibt eine Kunsteisbahn in den Wallanlagen die auch zu Planten un Blomen gehören.)
Hinter dem See steht ein ,am Abend hellerleuchteter,Turm, der ganz mit Glas verkleidet ist, es ist der "Philipsturm". Mit einem Fahrstuhl oder zu Fuß kann man hinauf kommen und hat von dort einen schönen Blick über den Park und die Stadt. Auf diesem Platz stand im alten Zoo die "Eulenburg". Die Wiese davor ist geblieben und es wird heute wie früher das Feuerwerk darauf abgebrannt.(den Philipsturm und die große Wiese gibt es nicht mehr, und das Feuerwerk wird heute auch wo anders, z.B. Alster, abgebrannt.)
So kann man in Planten un Blomen im Winter wie im Sommer sein Vergnügen haben.

Auch auf dem "Hamburger Dom",der sich seit 1892 auf das Heiligengeistfeld konzentrierte, mit seinen Festen dem "Frühlinksmarkt" (30 Tage), das "Hummelfest" (31 Tage im Sommer) und der "Dommarkt" (30 Tage im Spätherbst) gibt es viel Vergnügungen und jeden Freitag Feuerwerk. Auch der eine oder andere Zirkus schlägt seine Zelte auf dem Heiligengeistfeld auf.

Dock mit Michel
Dock mit Michel und "Kehrwieder-Spitze"

Stadt-Alster-und Hafenrundfahrt.

Man kann auch mit einem Bus eine Stadtrundfahrt machen. Von einem Stadtführer werden die Sehenswürdigkeiten erklärt. Durch die alten, winkligen Straßen kann so ein Bus aber nicht fahren, darum sollte man sich einem Rundgang anschließen, die regelmäßig stattfinden.

Auf der Alster fahren außer den Verkehrsdampfern (seit 1984 gibt es keinen Linienverkehr mehr auf der Alster) auch Alster-Rundfahrten, Kanal-Fahrten und Fleet-Fahrten. Im Sommer gibt es auch die beliebten "Lampion-Fahrten". Es ist ein schöner Anblick, wenn auf dem dunklen Wasser die Alsterdampfer mit den bunten Laternen, hin und her fahren. Auch große Feuerwerke finden auf der Alster statt, z.B. Alstervergnügen am letzten Wochenende im August oder Kirschblütenfest der Japaner.
Die dritte Rundfahrt und wohl auch die beliebteste und interessanteste ist die "Hafenrundfahrt".
Es gibt die "Große Hafenrundfahrt" mit einem größeren Dampfer und die Hafenrundfahrten mit den kleinen Barkassen welche dichter an die großen Schiffe fahren und die schmalen Elbkanäle befahren können.

BarkassenfahrtVon der Bugwelle der Barkasse bekommt man manchen Spritzer Elbwasser ab. Auch hier erklärt der Barkassenführer alles wissenswerte und fügt manches Seemansgarn hinzu z.B. das es in Hamburg eine Maschine gibt die die Bananenerst krumm biegen muß damit sie die richtige Form bekommen oder das die Barkasse so heißt, weil man hier nur bar Kasse zahlen kann. Die bester Führer nennt man in Hamburg "he lücht" (er lügt). Man fährt durch eine Schleuse dicht an den Speichern vorbei und auf dem Rückweg an den Schwimmdocks und der Kehrwieder-Spitze. Vom Wasser aus sind auch die Türme der Stadt gut zu sehen. An den St.Pauli Landungsbrücken, wo sie begann, endet dann diese schöne Fahrt.

Die Museen.

Hamburg hat auch viele schöne Museen. Das älteste Museum ist das "Museum für Hamburgische Geschichte". Es war seit 1839 im Johanneum und wurde 1907 in das heutige Gebäude am Holstenwall verlegt. Man findet dort in Bildern und Modellbau die Geschichte Hamburgs von der Gründung bis heute. Auch das Konvoischiff "Hamburger Wappen" ist dort zu sehen. Aber nicht nur die alten Sachen sind dort zu finden, sondern auch eine Modelleisenbahn, die uns den Bahnverkehr von Hamburg bis Harburg zeigt. Jetzt hat das Museum zwei alte Gaslaternen geschenkt bekommen, die vor dem Museum aufgestellt sind. Diese sind keine gewöhnlichen, sondern "vornehme" Laternen, sie stammen von einem alten Patrizierhaus. Es ist ein seltsamer Anblick, diese alten, verschnörkelten Laternen neben unserer heutigen schlichten Straßenlampen.

Das "Altonaer Museum" ist auch ein Hamburger Museum, aber in erster Linie für Volkstum, Landschaft und Seefischerei.

Das "Museum für Völkerkunde" besteht seit Mitte des 19 Jahrhunderts. Godefroy hat viel dazu beigetragen. Seit 1915 ist es in der Rothenbaumchaussee. Dieses Museum ist sehr Interessant, weil von allen Völkern der Erde etwas zu sehen bekommt.

Das "Museum für Kunst und Gewerbe" entstand von 1877-1915 und ist in einem Gebäude am Hauptbahnhof. Man sieht von vielen Völkern kunstvoll gearbeitete Sachen. Dieses Museum ist besonders für Kunstliebhaber interessant.

Im Jahre 1822 wurde der "Hamburger Kunstverein" gegründet. daraus entstand 1850 die "Gemäldegalerie". Alfred Lichtwark (1852-1914) ließ dann um 1868 den Altbau der "Kunsthalle" errichten. Dieser wurde 1886 erweitert und erhielt einen Neubau. 1997 eröffnete die "Galerie der Gegenwart", sie eröffnet einen exzellenten Überblick über abendländische Kunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
Heute im Jahr 2000 hat Hamburg sogar ein "Erotik Art Museum".

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