Am Stadtrand.

Mit Rad oder Bahn kann man schön in die Walddörfer und nach Ahrensburg in den Forst "Hagen" oder zum Bredenbeker Teich fahren. Eine schöne Radtour ist auch die Strecke von Ohlstedt über Duvenstedt, durch den Tangstedter Forst nach Harksheide. Wenn man zur Stadt zurück will, fährt man am schönsten durch das Ohe-Moor.
Am östlichen Stadtrand liegt der Ohlsdorfer Friedhof,der 1877 gegründet worden ist. Dieser Friedhof ist so groß, daß die Außenalster ca. zweimal hineinpassen würde. Er ist so schön angelegt, daß man, wenn man hineinkommt, gar nicht merkt, daß es ein Friedhof ist. Die Gräber verschwinden fast unter den großen Bäumen und den Rhododrendonbüschen. Die schönen Anlagen mit den Teichen lassen vergessen, daß es ein Friedhof ist.
Auch der Stadtpark,mit 145 Hektar Hamburgs größter Park, ist eine Stätte der Erholung und Begegnung für den Hamburger. Dieser Park wurde 1924 fertiggestellt. Früher gab es am Stadtparksee die Stadthalle, wo im Sommer im freien Musik gespielt wurde. Dann kamen viele Leute mit ihren Booten und hörten vom Wasser aus der Musik zu. Die Halle wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, an ihrer Stelle befindet sich heute das Freibad, aber auch heute gibt es noch, auf der "Open Air Bühne",Musik im Stadtpark. Auch das "Planetarium"steht hier, in dem auch bei Wolkenverhangenem Himmel Sterne zu sehen sind. Ein Besuch lohnt sich. Vor und nach dem Krieg fanden im Stadtpark auch Motorradrennen statt. Aus dieser Zeit ist vielen noch der Name Schorsch Meier und BMW ein Begriff.

Nicht nur Hamburg hat einen Stadtpark, sondern auch Altona, dort aber nennt er sich Volkspark. Nach 1918 wurde er angelegt. Gegenüber dem Hamburger Stadtpark, der eine gärtnerische Anlage ist, blieb der Altonaer Volkspark in seiner ursprünglichen Form erhalten und erinnert dadurch mehr an die Harburger Berge, weil er teilweise sehr hügelig ist, als an einen angelegten Park. Im Volkspark gibt es den Dahlien garten, der mit seiner vielfalt an Dahlien sehenswert ist. Nicht zu vergessen das Volksparkstadion in dem große Sportveranstaltungen und natürlich Fußball zu sehen ist. Am Rande dieses Parks liegt der Altonaer Zentralfriedhof, der aber nicht annähernd so groß wie der Ohlsdorfer Friedhof ist. Trotzdem ist er in seiner Anlage sehr schön.
Nicht weit vom Volkspark liegt die Bahrenfelder Trabrennbahn. Die zweite Trabrennbahn in Farmsen gibt es heute 2001 leider nicht mehr, an ihrem Platz sind Wohnanlagen entstanden. Auf der Trabrennbahn Farmsen fanden im Sommer immer Sandbahnrennen der Motorräder statt.
Außer den Trabrennbahnen gibt es noch die Galopprennbahn in Horn. Dort findet jeden Sommer die Derby-Woche statt. Ihr Höhepunkt und Abschluß ist das Deutsche Derby der Galopper. In Flottbek gibt es noch die Rennbahn für Hürdenrennen und das Springderby.
Am nördlichen Stadtrand liegt das Niendorfer Gehölz. Dies ist ein Wald in seiner ursprünglichen Form und man kann darin herumstrolchen, wie in einem großen Wald. Dort vergißt man, daß die Stadt so dicht ist.
Man hört im Wald die Vögel zwitschern und eine herrliche Ruhe ist. Auf einem Mal, in der tiefsten Stille, brummt es mit Donnergetöse dicht über die Köpfe hinweg. Das sind die großen Vögel die gerade vom Flughafen gestartet sind. Der Flughafen kann also nicht weit sein und ist unser nächstes Ziel.

Landeanflug
Das Bild zeigt eine Maschine bei der Landung.

Der Flughafen.

Wir sind beim Flughafen angekommen. Wir stehen draußen am Gitter unter der Einfluglinie. Schon wieder brummt eine Maschine über uns hinweg und setzt zur Landung an. Jetzt wollen wir uns alles einmal aus der Nähe ansehen und gehen in den Flughafen, zu einer Besichtigung, hinein. Es kostete damals nur 20 Pfennig für Erwachsene und 10 Pfennig für Kinder.
Dicht vor uns stehen nun die großen Maschinen, aber schon für 80 bezw. 40 Pfennig kann man mit einem offenen Bus an die Flugzeuge ganz nahe heranfahren und es wird erzählt von wo sie kommen, was es für welche sind, wieviel Treibstoff sie in der Stunde verbrauchen und noch vieles andere.

Jetzt wollen wir genau zusehen, wie ein Flugzeug startet und so fährt der Busfahrer mit uns um den halben Flugplatz und spielt dabei auch Flugzeug; er läßt den Motor tüchtig brummen, schwenkt von einer Seite zur anderen, daß es sich anfühlt als schaukle ein Flugzeug, dann setzt er zur Landung an, wobei er den Wagen rucken läßt und schließlich sanft zum stehen kommt. Nun haben wir einen günstigen Platz, wo man die Rollbahn dicht vor sich hat. Langsam fährt das Flugzeug an, schon schwebt es über dem Erdboden und Sekunden später fliegt es schon hoch in der Luft seinem Ziel entgegen.
Auf dem Rückweg zum Ausgang besichtigen wir noch die Halle der Lufthansa, dann ist die Rundtour beendet. Inzwischen ist die kleine Maschine des "Hamburger Rundfluges" Mehrmals gestartet und gelandet.
Interessant ist auch eine gesonderte Ausstellung bei der einem in Miniatur der Nachtflugverkehr gezeigt wird. Es war schon ein Erlebnis für Hamburger und Auswärtige sich auf diese Weise den Flugplatz zeigen zu lassen. Ein besonderer Rundflug wird heute von der Elbe mit einem Wasserfluzeug angeboten.

Das Tierparadies "Hagenbeck".

Nicht so weit vom Niendorfer Gehölz wie der Flughafen, liegt Hagebecks Tierpark.
Carl Hagenbecks Vater hatte ein Fischgeschäft in St.Pauli. Re war ein Tierfreund. Er hielt eine Kuh, Ziegen, Hühner, Gänse, einen Affen, Meerschweinchen und einen sprechenden Papagei. Carl Hagenbeck wurde am 10. Juni 1844 geboren. Auch er mochte Tiere gerne. Als er zwei Jahre alt war, brachte er acht Ratten mit nach Hause. Der Vater nahm sie ihm fort und Carl weinte bitterlich. Da schenkte ihm sein Vater ein Meerschweinchen.
Einmal bekam Vater Hagenbeck sechs Seehunde geschenkt und stellte sie auf dem Spielbudenplatz aus. Der kleine Carl freute sich am meisten über die fremden Tiere. Mit 13 Jahren machte Carl sein erstes eigenes Geschäft mit Tieren. Im Hafen kaufte er einem Schiffsjungen für 56.- Mark 280 amerikanische Käfer ab. Er verkaufte sie für 300.-Mark an einen Händler Weiter.

Hagenbeck Haupteingang "Hagenbecks Tierpark"
Mit 15 Jahren fing Carl an mit Tieren zu handeln. In Köln, Antwerpen, Wien, Dresden und London kaufte und verkaufte er Tiere. Bald ließ er durch Jäger Tiere in Afrika fangen: Löwen, Leoparden, Antilopen, Gazellen,Giraffen, Nashörner und Strauße
.Einmal kaufte Carl Hagenbeck 30 Rentiere in Lappland und ließ damit eine ganze Lappländer Familie nach Hamburg kommen. Sie brachten ihre Zelte, Schlitten, Waffen und Werkzeuge mit. In Hagenbecks Garten, den er 1874 am neuen Pferdemarkt erwarb, bauten sie ihre Zelte auf. Die Hamburger kamen in Scharen, um das Leben und Treiben der fremden Menschen kennenzulernen. Von nun an waren in jedem Jahr fremde Völker bei Hagenbeck zu sehen: Eskimos, Neger, Inder und Indianer.
Carl Hagenbeck dressierte auch wilde Tiere und baute in allen Großstädten der Welt seinen Zirkus auf. Bisher hatte man wilde Tiere mit Peitschenhieben und Schlägen, mit Knüppeln und Eisenstangen dressiert. Carl Hagenbeck aber liebte seine Tiere. Er behandelte sie mit Geduld und Güte, alle ihre Eigenschaften und Gewohnheiten bedachte er. Er brachte ihnen nur solche Kunstücke bei, wofür sie begabt waren. Nach ihren Kunststücken bekamen sie zur Belohnung einen Leckerbissen, das merkten sich die Tiere und zeigten sich folgsam und zutraulich. So führte Carl Hagenbeck die "Zahme" Dressur ein.
Allmählich wurde der Platz am neuen Pferdemerkt zu klein und er kaufte deshalb ebene Kartoffeläcker und unbebaute Felder in Stellingen, Hier richtete er 1907 seinen neuen Tierpark ein. dieser sollte ganz anders aussehen als die anderen Zoologischen Gärten, wo die Tiere in Käfige gesperrt waren. So errichtete Hagenbeck künstliche Gebirge für dir Gemsen, Wildschafe, Wildziegen und Steinböcke. Teiche legte er so an, daß ausländische Wasservögel sich wie zu Hause fühlten. Den Löwen baute er eine Grotte (Felsenhöhle), worin sie sich frei bewegen konnten. Um die Grotte zog er einen tiefen Graben, den die Löwen nicht überspringen konnten.
Hagenbeck wird immer schöner und moderner für die Tiere ausgebaut. Nicht nur Fremde, sondern auch die Hamburger selbst gehen gerne zu "Hagenbeck".
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