Rathaus
Blick durch die Alster Arkaden zum Rathaus

Das Rathaus.

Das schönste Gebäude Hamburgs ist wohl unser Rathaus. Besonders der Blick durch die Alsterarkaden, über die Kleine Alster. Der Turm des Rathauses ist 112 Meter hoch, genau so lang ist das Rathaus auch.
Wenn man die große Eingangshalle, die durch viele Säulen getragen wird, betritt, ist gleich über der Tür eine Uhr. Darüber befindet sich das Schlagwerk, es wird folgendes dargestellt: Eine Mutter mit dem Kind, das bedeutet der Anfang des Lebens, das Kind schlägt mit einem kleinen Hammer, alle viertel Stunde gegen eine kleine Glocke. Auf der anderen Seite ist der Tod mit Sense und Sarg dargestellt, er bedeutet das Ende des Lebens, er schlägt mit einem großen Hammer jede volle Stunde gegen eine große Glocke.

Wenn man das Rathaus besichtigt, sieht man die wunderschönen Treppenaufgänge für die Bürgerschaft und die Ehrengäste. Sie bestehen aus Marmor, die Treppengeoländerstützen sind aus Bronze und die Lampen aus Messing, und an den Decken sind wunderschöne Gemälde.
Man kommt durch den Sitzungssaal der Bürgerschaft für öffentliche Sitzungen, durch den kleinen Eßsaal, durch kleinere Sitzungsräume und in den Empfangsraum des Bürgermeisters, wo auch das "Goldene Buch der Stadt Hamburg" aufbewahrt wird. In diesen Räumen sind die Türen, Täfelungen und Decken aus Eiche-,Nußbaum-und Mahagoniholz, teilweise geschnitzt und vergoldet. Die Tapeten sind aus gepreßtem Leder, Wildleder und gewebtem Plüsch. Einige Türen sind mit Perlmutt, Elfenbein und Silber in Rosenholz ausgelegt und einige Türen haben sogar Elfenbeingriffe. Die vorhandenen Säulen, Kamine, Fenster-und Türumrandungen sind aus Marmor der verschiedensten Länder und sin größtenteils Geschenke Hamburger Kaufherren und Reedern.
In einem runden Raum genau unter dem Turm, sin die Säulen sogar aus dem Halbedelstein Onyx, welche ein Geschenk des Reeders Laisz sind. Die Türen sind aus handgeschmiedeter Aluminiumbronze.
Einen kleinen Raum nennt man das Waisenzimmer. Die Täfelung, Türen und Decken sind aus geschnitztem Holz. Diese Schnitzarbeiten haben 80 Waisenkinder im Alter von 8-13 Jahren gemacht. Hierfür brauchten sie fünf Jahre. 40 dieser Waisen die noch lebten waren Mitte der fünfziger Jahre als Gäste im Rathaus eingeladen.

Dann sieht man noch den Sitzungssaal für Geheimkonferenzen, der keine Fenster hat, sondern nur ein großes Glasfenster in der Decke, das soll darstellen, das zu früheren Zeiten nur Sitzungen unter freiem Himmel stattfanden. Auch die abendliche Beleuchtung für diesen Saal liegt hinter diesem Glasdach. Hinter den Sesseln des ersten und zweiten Bürgermeisters ist ein großes Hamburger Wappen, das von Hamburger Frauen gestickt wurde.

 Zum Schluß sieht man noch den großen Prunksaal, der 47 Meter lang, 18 Meter breit und 15 Meter hoch ist. Er hat drei Kronleuchter aus Bronze und geschliffenem Glas. Jeder Kronleuchter wiegt 30 Zentner, davon allein 10 Zentner Glas und hat 240 Glühbirnen und drei Scheinwerfer, die die Decke anstrahlen. Man verläßt das Rathaus dann durch den Innenhof, wo sich ein großer Brunnen, der mit mehreren Figuren geschmückt ist, befindet.

Das Rathaus wurde 1897 im Neo-Renaissance-Stil fertiggestellt. Es ist das Werk von neun Architekten unter Führung von Martin Haller. Das Rathaus ist der Sitz des Senates (Landesregierung) und der Bürgerschaft (Landesparlament) der Freien und Hansestadt Hamburg.

RathausBrunnen
Rathaus Innenhof

Der Michel Der Michel.

Die schönste der Hamburger Kirchen ist unser "Michel". Innen ist er ganz und gar in weiß und gold gehalten, sein Innenraum faßt 3000 Menschen. Besonders eindrucksvoll ist sein barocker Opferstock von 1763 und der 20 Meter hohe Altar. Etwas ganz feierliches ist es, wenn man am "Heilig Abend" in den Michel geht. Den Turm des Michels, 82m über der Straße,kann man auch besteigen. Entweder man fährt mit dem Fahrstuhl oder, was viel schöner ist, man geht die vielen Stufen bis zur offenen Säulenhalle, von der aus auch dreimal Täglich der Turmbläser einen Kirclichen Korral bläst.
Der Blick vom Turm ist wunderschön, Die Menschen und Autos sehen wie Spielzeug aus. Noch einmal sehen wir über die Stadt, mittendrin die Alster und die vielen Grünanlagen. Fast zu Füßen liegt der Hafen und in der Ferne grüßen die Harburger Berge.

Der Michel innen
Der Michel innen
Michel im Nebel
Michel im Nebel
zurück   Inhalt   nächste Seite